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Passantenbefragung und -frequenzzählung in der Kieler Innenstadt 2009
Die Sichtweise der Kieler Innenstadtbesucher
In Kooperation mit Kiel-Marketing führte das Institut für Geographie der CAU Kiel zwischen Mai und Juli 2009 eine Passantenbefragung und -frequenzzählung im Kieler Innenstadtbereich durch.
Neben der folgenden Kurzfassung finden Sie hier eine komplette Version der Erhebung.
Bei der mündlichen Befragung ging es zum einen um die Erhebung von Daten bezüglich des Einkaufsverhaltens der Innenstadt-Besucher, zum anderen galt das Interesse aber auch den Sichtweisen und Vorstellungen der Passanten über den Einzelhandelsstandort Kiel. Ziel ist die Lieferung einer Situationsanalyse über die Kieler Innenstadt aus Besucher- bzw. Nutzerperspektive.
Die Stärken, Schwächen und Potenziale der Kieler City sollten aufgezeigt werden, sowie Anregungen für Innenstadtentwicklungsmaßnahmen zur Attraktivitätssteigerung und nachhaltigen Profilierung des Einzelhandelsstandortes Kiel geliefert werden.
Ergänzend zu der Passantenbefragung wurde eine Passantenfrequenzzählung als weitere Bewertungsgrundlage durchgeführt, um Attraktivitätsunterschiede verschiedener Einkaufslagen nachzuweisen. So wurden neben einigen kleineren Defiziten auch spezifische Qualitäten und Potenziale für Entwicklungsmöglichkeiten zur Innenstadtprofilierung aus Nachfrageperspektive aufgezeigt.
Die Gründe für einen Besuch der Kieler Innenstadt sind vielseitig. Mit 50,6 % stellt das Motiv Einkaufen/Bummeln für jeden zweiten Besucher den Hauptanlass eines Innenstadtbesuchs dar. Eine weitere bedeutsame Motivation für einen Innenstadtbesuch stellen aber auch Freizeitaktivitäten wie „Essen gehen“, „Freunde treffen“ u.a. dar. Dadurch wird der hohe Stellenwert der Innenstadt als zentralen Treff– und Kommunikationsort bestätigt.
Wie die Befragung ergab, hebt sich die Kieler Innenstadt von Konkurrenzstandorten nicht primär durch das Einzelhandelsangebot, sondern durch die direkte Lage der Innenstadt am Wasser und die Funktionsdichte ab. Die Aufenthaltsqualität ist neben attraktiven Einkaufsmöglichkeiten ein entscheidender Faktor für die Verweildauer der Besucher und Kunden. Die unmittelbare Nähe zur Förde stellt den wichtigsten natürlichen Standort- bzw. Attraktivitätsfaktor dar.
Vorschläge und Wünsche betreffen zu einem Großteil das Erscheinungsbild der Kieler Innenstadt. Durch Verbesserungen können sowohl die Identifikation der Stadtbevölkerung nach innen als auch das Stadtimage nach außen gestärkt werden. Da die Attraktivitätssteigerung der Innenstadt für viele Befragten aber auch mit einem größeren Angebot an Freizeitangeboten und Veranstaltungen verknüpft ist, ist die Verzahnung von Kultur/Events/Tourismus (Erlebniseinkauf) ein sehr wichtiges Handlungsfeld für das Stadtmarketing. Die Erlebnisqualität bleibt neben der Einkaufs- und Wohlfühlqualität bei den Besuchern in Erinnerung. Um diese zu steigern, eignen sich hervorragend auf die Stadt zugeschnittende, thematische Events.
Zu beachten ist, dass sich Kiel passgenau inszenieren muss, um sich von Konkurrenzstandorten hervorzuheben. Gerade für die Stadt Kiel mit hohem touristischem Potenzial, ist es für die angestrebte Steigerung der Gästezahlen/Besuchshäufigkeit und -dauer erforderlich, dass ein hochattraktiver und vielfältiger Nutzungsmix aus Kultur, Gastronomie, Freizeit und Erlebniseinkauf in Verbindung mit hoher Aufenthaltsqualität durch städtebauliche Maßnahmen entsteht. Die unmittelbare Wassernähe ist sowohl baulich und infrastrukturell als auch durch Aktionen stärker zu betonen.
Die erwähnten Alleinstellungsmerkmale der Kieler Innenstadt stellen daher wichtige Anhaltspunkte zur Profilierung dar, die für Aktivitäten des Stadt- und Tourismusmarketing genutzt werden müssen. Diesen Weg beschreitet Kiel-Marketing seit einigen Jahren mit Veranstaltungen wie dem Bootshafensommer, Käse trifft Wein oder der Traditionssegelregatta.
In dem vorliegenden Download „Nachfrageanalyse – Die Sichtweise der Kieler Innenstadtbesucher“ finden Sie die kompletten Ergebnisse der Passantenbefragung und -frequenzzählung zur Attraktivität der Kieler City (Mai- Juli 2009).








